Basel Health Audio

Finalisten 2022   Celine von Wartburg, Nadia Pecoraro   Gesundheitsdepartement Basel-Stadt 

Mit Sprachnachrichten Gesundheitsinformationen leicht zugänglich machen

Die Chancen auf Gesundheit sind in der Schweizer Bevölkerung ungleich verteilt. Es gibt viele Faktoren, welche zu einer Benachteiligung beitragen, unter anderem der sozioökonomische Status sowie fehlende Kenntnisse einer Landessprache. Je mehr
Faktoren auf eine Person zutreffen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie von Krankheiten, gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder einem frühen Tod betroffen ist. Vulnerable Gruppen weisen den grössten Präventionsbedarf auf.
Verglichen mit weniger vulnerablen Gruppen nehmen sie seltener gesundheitsfördernde und präventive Angebote in Anspruch und sind schwerer erreichbar. Gerade während der Pandemie ist aufgefallen, dass vulnerable, oftmals fremdsprachige Menschen einen erschwerten Zugang zu gesicherten, aktuellen und lokalen Informationen – wie zum Beispiel zum Umgang mit dem Coronavirus – haben.

Mit dem Projekt “Basel Health Audio” möchten Céline von Wartburg und Nadia Pecoraro des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt dieser Problematik entgegentreten. Während den ständig wechselnden Coronamassnahmen, haben Vertreter*innen von kulturellen Communities Audiodateien in 20 Sprachen mit den aktuellen Bestimmungen und Empfehlungen rund um das Coronavirus aufgenommen und diese als Sprachnachricht via Whatsapp/SMS/Facebookgruppen in ihren Netzwerken gestreut. Diese Idee soll nun weiter ausgebaut werden und in Zukunft für Fachpersonen aus unterschiedlichsten Branchen (z.B. Arztpraxis, Schule, Sozialhilfe, Polizei) eine unkomplizierte Unterstützung im Umgang mit fremdsprachigen und vulnerablen Gruppen werden. Neben dem Migrations- und Sozialbereich könnte dieses Format beispielsweise auch in der Behindertenhilfe hilfreich sein.

Ein Projekt von

Celine von Wartburg

Programmleiterin Gesundheit im Frühbereich
Gesundheitsdepartement Basel-Stadt

Nadia Pecoraro

Akad. Mitarbeiterin, Gesundheitliche Chancengleichheit
Gesundheitsdepartement Basel-Stadt