Flying high

Finalisten 2021   Larissa Haas   Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL  2021 

Integration von Drohnen im Schweizer Luftraum

Immer mehr Drohnen fliegen am Schweizer Himmel. Schätzungen gehen davon aus, dass in den letzten zwei Jahren rund 10’000 private Drohnen verkauft wurden. Insbesondere im kommerziellen Bereich haben sich die Anwendungen vervielfältigt.  Die wachsende Zahl ziviler Drohnen löst in der Bevölkerung allerdings auch negative Gefühle aus, wie etwa beim Persönlichkeits- und Datenschutz. Auch Drohnenanwendungen zu kriminellen Zwecken, wie bei der Bedrohung kritischer Infrastrukturen, sind relevante Themen. Diese Umstände führen innerhalb der Bevölkerung zu einem wachsenden Bedürfnis nach mehr Transparenz und Sicherheit im Umgang mit zivilen Drohnen in der Schweiz.

Larissa Haas, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Schweizerischen Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL, und ihr Team, möchten deshalb gemeinsam mit dem Privatsektor einen Fernidentifikationsdienst weiterentwickeln. Die Grundlage dieser Applikation ist die online Registration von Drohnenpilot*innen. Wer sich registriert, erhält eine sogenannte Betreibernummer zugewiesen, vergleichbar mit einem Auto-Nummernschild: Nur wer eine solche Nummer besitzt und diese gut sichtbar an der Drohne befestigt, fliegt sein Gerät legal. Mit dem Fernidentifikationsdienst sollen künftig Behörden und die Öffentlichkeit in Echtzeit sehen, was im Luftraum um sie herum geschieht. Dies führt zu einer verbesserten Nachvollziehbarkeit von Drohnenflügen und erhöht die Transparenz und deren gesellschaftliche Akzeptanz.

Ein Projekt von

Larissa Haas

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Projekte: Flying high